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Philippinen Backpacking Reise – ein prägender Tag

Auf der Philippinen Reise dieses Jahr konnte ich viele schöne Momente erleben und wichtige, teilweise augenöffnende Erfahrungen sammeln. Einen dieser besonderen Tage, der mir in Erinnerung bleiben wird durfte ich in einem kleinen Fischerdorf im Norden von der Insel Cebu verbringen.

Wir waren auf dem Weg nach Bantayan Island und wollten eine Nacht in einem Resort in der Nähe eines kleinen Dorfes verbringen. Erst am nächsten Tag sollten wir eine Fähre nehmen um nach Bantayan zu kommen.

Da wir noch einen ganzen Nachmittag Zeit hatten, gingen wir von dem erwähnten Resort los und erkundeten einfach zu Fuss die Umgebung.

Währenddessen begann es wie aus Kübeln zu regnen und wir liefen Richtung Dorf, um dort irgendwo Schutz zu suchen.

Nach kürzester Zeit waren wir jedoch bis auf die unterste Kleidungsschicht durchnässt. Kein Problem, es ist ja immer noch 29° warm. 5-10 Minuten später hörte es auf zu regnen und wir spazierten durch die nassen unasphaltierten Straßen.

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Schnell erkannten wir, welche schöne Atmosphäre der Regen geschaffen hat. Wie immer hörte man aus dem ein oder anderen Haus elektronische Musik dröhnen und eine Karaoke singende Gruppe im Garten unter einer Plastikplane, die sich von dem Regen nicht weiter stören ließ. Kinder spielten mit gebastelten Booten in Regenlacken, oder in einem Gamecafe online Games.

Schiffswerft – wie aus „betreten Verboten“ eine Privattour wird

In der Nähe des Hafens entdeckten wir ein großes rostiges Schiff und einen Mann mit einem Schweissgerät, der sich gut als Motiv für ein Foto eignete. Trotz Warnschild ging ich ein paar Schritte näher und stand bald nahe genug am Schiff, um ein gutes Foto zu machen.

Plötzlich spricht mich ein Mann an. Ich entschuldige mich instinktiv sofort und will wieder gehen, doch merkte schnell, dass der Mann sehr freundlich einfach nur fragen wollte woher wir kommen.

Er war so glücklich und stolz, dass jemand aus Europa mit einer DIGITALEN Kamera (ja er fragte, ob es digitale Kameras nun schon wirklich gibt) ausgerechnet seine kleine Schiffswerft fotografieren will.

Sofort nahm er uns bei der Hand und führte uns durch seinen ganzen Betrieb und versicherte uns, dass wir überall hingehen können, wenn uns das dabei hilft zu einem besseren Bild zu kommen. Er gab seinen Arbeitern sogar Anweisungen „normal“ weiter zu arbeiten, damit ein möglichst natürliches Foto gemacht werden kann.

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Karaokesingen auf der Jubiläumsfeier des Dorf-Fischerbetriebes

Verblüfft von der außerordentlichen Gastfreundschaft und Freundlichkeit gegenüber Fremden machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Hotel. Als wir wieder bei der karaokesingenden Gruppe vorbeikamen, riefen uns diese Leute zu sich her und forderten uns auf, dass wir uns zu ihnen setzen sollten. Die Gruppe bestand aus Mitgliedern eines Fischerbetriebes und feierte ein Jubiläum.

Jeder einzelne dieser Gruppe empfing uns wie einen Freund und lud uns zu Getränken und Essen ein. Natürlich gehörte auch Karaoke dazu. Wir feierten einige Zeit, aber mussten am späteren Abend dann doch aufbrechen, da unsere Reise am nächsten Tag wieder früh weiterging. Uns wurde davor aber sogar noch angeboten bei ihnen zu frühstücken bevor wir mit der Fähre fahren.

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Am Heimweg ging es mir nicht aus dem Kopf wie freundlich wir überall empfangen und wie nett wir behandelt wurden. Und nein, sie erhofften sich nicht durch ihr Verhalten Geld zu bekommen. Man fühlte, dass diese Großzügigkeit und freundliche Umgangsweise wirklich ehrlich gemeint war.

Wir wollten uns sogar mit Geld bedanken weil wir ihre Getränke und das Essen konsumiert haben, aber das wurde abgelehnt mit der Begründung, dass es normal ist einen Gast einzuladen.

Klar, das macht man bei uns auch.. aber einen völlig Fremden zu sich einzuladen, so nett in der Gruppe aufzunehmen und miteinander zu feiern? Niemals!

Eine wertvolle Erfahrung

Und das stieß einen größeren Gedankengang bei mir an. Wie kann man so wenig haben und mit so simplen Dingen so glücklich sein und so viel Freude weitergeben wollen? Wir haben mehr Geld, bessere Wohnungen usw.. doch sind oft so geizig, unzufrieden, gierig, egoistisch, neidisch etc..

Geblendet von Überfluss erkennen wir die wichtigen und wirklich wertvollen Dinge im Leben nicht mehr.. Freundschaft, bedingungsloses Geben und einfach einmal die kleinen selbstverständlich gewordenen Dinge schätzen… Danke für diese Erfahrung.

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